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Liebe und Sex

Hast du Liebeskummer? Hast du dich in deine Banknachbarin verliebt? Wie ist das mit dem Sex?

In diesen Texten hat es viele verschiedene Texte zum Thema Liebe und Sex. Klicke auf Liebe, klicke auf Sex, um etwas Genaueres zu erfahren?

Dr. Gay

Liebe

Heterosexuelle in deinem Alter haben es meist einfacher eine Freundin oder einen Freund zu finden, es fällt ihnen vielleicht auch einfacher ihre Gefühle zu erforschen. Viele Jugendliche haben Mühe sich ihre Orientierung einzugestehen, wegen der Homophobie in den Schulen und Gemeinden, in denen sie leben.

Die erste Frage ist sicherlich: ist der oder die, auf den oder die ich stehe schwul beziehungsweise lesbisch? Natürlich kann man sich nie ganz sicher sein, wenn man noch nicht mit ihm oder ihr das Gespräch gesucht hat und seine oder ihre Meinung zu diesem Thema herausgefunden hat. Teste ihn oder sie doch einfach mal kurz; wenn es sein muss geht das auch ganz unauffällig: mach einen Witz über Schwule oder Lesben, oder sag z.B: Der da sieht auch ziemlich schwul aus, findest du nicht? etc., so kannst du die Meinung deines Gegenübers zu diesem Thema herausfinden.

Wenn er oder sie den Test bestanden hat, kannst du dich ihm oder ihr ja zu erkennen geben. Wenn du mutig bist, so kannst du die andere Person auch direkt fragen, ob sie schwul oder lesbisch ist, ohne erkennen zu lassen, dass du sie oder ihn gern kennen lernen möchtest. Einfach immer dran denken: mach nur das, bei dem du dich auch wohl fühlst, das ist die Hauptsache.

Wenn du aber erst mal in einer Beziehung lebst, so hören die Probleme nicht einfach auf. - Wie du sicher weißt, gibt es in jeder Beziehung eine Rollenverteilung. Die schwulen oder lesbischen Paare sind dabei weit offener als die heterosexuellen, weil es nicht klar festgelegt ist, wer die Tür aufhalten muss, wer den Vortritt hat, wer den Abwasch macht, die Wäsche bügelt usw. Das stellt eine grosse Chance in einer Beziehung dar, diese Rollen fair zu verteilen.

Eine weitere wichtige Frage ist: wie offen soll man in einer Beziehung mit der sexuellen Orientierung gegen aussen umgehen, wie offen sollen es die Leute um uns herum merken dürfen, dass wir lesbisch oder schwul oder bi sind? - Darauf weisen ja schon so alltägliche Dinge wie Sich-Umarmen oder Hände-Halten und man kann sich natürlich nie sicher sein, ob es, wenn man das in der Öffentlichkeit macht, nicht zu Pöbeleien führt oder nicht. Wie offen man sich also zeigen will, muss jeder für sich beantworten und sollte mit dem Partner oder der Partnerin abgesprochen werden, ansonsten kann es sein, dass man sich gegenseitig in die Quere kommt und dies bringt nur Konflikte in der Beziehung.

Anni schildert ihre Erfahrungen mit diesem Thema: "Ich hatte gedacht, ich würde so gelassen und wunderbar damit umgehen und völlig locker mit meiner Freundin die Strasse entlanggehen. Aber es war ganz anders. Ich fühlte mich unwohl. Nicht so sehr, dass ich mich zurückgehalten hätte, aber Küssen in der Öffentlichkeit machte mich nervös. Das habe ich allerdings überwunden. Ich wurde selbstsicherer und lernte, stolz darauf zu sein, wer ich bin.

Oft genug bekomme ich zuhören: 'Ich will nicht, dass es mir unter die Nase gerieben wird', aber das ist Blödsinn. Jede und jeder Heterosexuelle knutscht auf der Strasse herum, und ein Küsschen auf die Wange ist völlig harmlos, aber ich frage mich immer, was wohl die anderen denken."

Der Wechsel vom öffentlichen in den privaten Raum und umgekehrt, kann dir wie das Überschreiten einer Staatsgrenze erscheinen. Daher ist es wichtig, dass du dir Freiräume schaffst, in denen du dich nicht verstecken musst: z.B. Schwullesbische Veranstaltungen oder Gruppen, gute Freunde, die dich so nehmen wie du bist und dich stützen usw.

In jeder Beziehung müssen gewisse Punkte erfüllt sein, damit sie harmonisch über die Runden gehen kann. Lies folgende Punkte genau durch, sie gib dir Antwort auf die Frage: Welche Kriterien müssen erfüllt sein für eine gesunde Beziehung?

Gegenseitige Achtung

Achtung bedeutet, eine hohe Meinung sowohl von der anderen Person wie auch von dir selbst zu haben und stets das Wohl der/des anderen im Auge zu behalten. Das heisst, dass das Wohl der anderen Person, unabhängig von dir selbst, wichtig sein sollte. In einer Beziehung in der sich die beiden Partner achten, versucht niemand den Partner zu einem Idealbild umzumodeln, sondern achtet seine Unterschiede. Beide respektieren die Grenzen des/ der anderen und versuchen ihn/sie nicht zu etwas zu drängen, was dieser/diese nicht möchte.

Kommunikation

Miteinander reden können, ist etwas, das man lernen muss. Es geht nicht einfach von heute auf morgen. Du hast sicher schon die Erfahrung gemacht, dass es sehr schwierig sein kann, seine eigenen Gefühle in Worte zu fassen, aber für eine gesunde Beziehung ist es entscheidend, aufrichtig über die eigenen Gefühle, Phantasien oder Bedürfnisse zu sprechen.
Beim Zuhören ist darauf zu achten, den Standpunkt des oder der anderen zu akzeptieren, selbst wenn du seinem / ihrem Standpunkt nicht zustimmen kannst. Aus dieser Weise wird aus einem Streit ein Dialog.
Beim Reden: drück deine Gefühle so aus, dass du einerseits ehrlich bleibst, die Gefühle des anderen aber nicht verletzt.

Gegenseitige Unterstützung

Unterstütze deinen Partner in seinen Vorhaben und fördert gegenseitig eure Stärken.

Nähe und Unabhängigkeit

Zwischen Nähe und Distanz sollte ein ausgewogenes Verhältnis bestehen. Ihr könnt offen sein zueinander, intim sein und gleichzeitig auch euere Individualität bewahren. Ihr habt eure eigenen Freunde/ Freundinnen, Gedanken und Gefühle. Wo das Gleichgewicht allerdings liegt, müsst ihr miteinander ausmachen, das ist nämlich von Beziehung zu Beziehung verschieden.

Spass

In jeder Beziehung gibt es gute und schwere Zeiten, doch sollten die lustigen und spassigen Zeiten klar überwiegen. Unternehmt gemeinsam etwas, geht aus, macht Dinge, die euch ein gutes Gefühl machen.

Schluss machen

Trennungen tun immer weh, vor allem dann, wenn der erste Schritt nicht von dir aus kam. - Vergiss aber bitte nicht die ganze Welt um dich herum, wenn so etwas geschieht, sondern triff trotzdem deine Freunde weiterhin und geh aus, so kommt man leichter darüber hinweg, wenn man nicht allein ist. Gute Freunde helfen über die schwierigen Zeiten hinweg. - René sagt dazu: "Zum Erwachsenwerden gehört auch, zu lernen, dass es Menschen in deinem Leben gibt, die zu einem gewissen Zeitpunkt gut für dich sind, aber dann nicht mehr. Lass sie gehen. Du hast etwas von ihnen gelernt. Jetzt ist es Zeit für dich, weiter zu ziehen.

Vielleicht ist es auch möglich, mit dem alten Freund noch eine Freundschaft zu pflegen. Es ist aber nicht immer möglich. Vor allem sollte man damit warten bis sich das erste Gefühlschaos im Herzen einmal gelegt hat.

Ob eine Beziehung wertvoll war oder nicht misst sich nicht daran, wie lange sie gedauert hat, sondern ob du etwas über dich gelernt hast, ob du dich weiterentwickeln konntest. Das ist der wahre Gradmesser einer guten Beziehung.

Feste Bindungen

Es stellt oft eine grosse Schwierigkeit dar, in Gesellschaften, die gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht wahrnehmen (in der Schweiz ist das ja glücklicherweise nicht mehr der Fall), die Beziehung aufrecht zu erhalten, denn es braucht auch einen gesellschaftlichen Rahmen, von dem die Liebesbeziehung gestützt und getragen wird: Familie, Verwandte, Freunde, staatlicher Schutz durch Partnerschafts-Gesetze usw.

Viele Schwule oder Lesben schwören sich gegenseitig die Treue, manche offenen Priester wagen sogar, gleichgeschlechtliche Paare zu trauen, es gibt auch Paare, die sich öffentlich (aber ohne Kirche) die Treue schwören. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Befreie dich von missbräuchlichen oder gewalttätigen Beziehungen!
Manchmal kommt es leider vor, dass der eine von den zwei Partnern, das Gefühl hat er dürfe dreinschlagen oder den/ die andere/n zu seinem Vorteil ausbeuten. Gewalt kann auch auf sexueller Ebene geschehen: wenn du zu etwas gezwungen wirst, was du nicht willst, so beende die Beziehung sofort!
Solltest du in einer solchen Beziehung stecken, so versucht dich daraus zu lösen. Das hast du nämlich nicht nötig. Du verdienst es, dass man dir Achtung und Liebe schenkt. Du bist niemand, den man demütigen oder erniedrigen darf! - Löse dich von solchen Beziehungen, die dich kaputt machen.

Sex

Was gut tut, wenn du dir Zeit lassen kannst

Die Art, wie du körperliche Intimität zum Ausdruck bringst hängt von deinem Alter ab. In der Pubertät findet man vermutlich ganz andere Dinge interessant als in den Zwanzigern. - Du musst dich nicht schämen, wenn du noch Anfängerin oder Anfänger bist. Viele Jugendliche überstürzen es auch mit dem Sex. Es ist gut, wenn du dir Zeit lässt, und dir dein eigenes Tempo wählst und genau abtastest, was du möchtest und was nicht. Lass dich von niemandem drängen. - Jeder hat sein individuelles Tempo und wenn man Jugendmagazine liest (wie z.B. die BRAVO) hat man vielleicht das Gefühl zu spät dran zu sein. Aber diese Unterscheidung ist grundfalsch, denn es gibt nur eine individuelle Zeit für diese erste Erfahrung, die jeder selber abtasten muss: Es ist Zeit für das erste Mal, wenn du dich dazu bereit fühlst.

Tu nichts was du nicht willst

Zur Sexualität gehört es dazu, dass du dich dabei wohl fühlen musst. Sollte dies nicht der Fall sein, weil du von deinem Partner oder deiner Partnerin zu etwas gedrängt wirst, das du nicht willst, so HÖR AUF!
Höre auf deinen Körper, dein Herz und deinen Verstand; nur sie können dir bei dieser Entscheidung helfen.
Im Fernsehen, im Internet, auf CD's und aus der Werbung schreit uns der Sex förmlich entgegen. Wenn man diese Medien so betrachtet, hat man schnell das Gefühl alle Welt hat jede Menge Sex und alle fühle sich wohl dabei. - In der Realität sieht es aber ganz anders aus, denn viele Menschen sind unzufrieden mit ihrem Sexualleben. Die Werbung und das Fernsehen vermittelt auch ein falsches Bild von der Sexualität und sind eine schlechte Anleitung für dein Sexualleben. Es gibt nur einen einzigen Weg, wie du herausfinden kannst, was für dich richtig ist und was nicht: horche in dich hinein. Finde heraus was für dich und deine speziellen Werte im Leben stimmt und was nicht. Sex muss zu diesen Vorstellungen, die du von deinem Leben hast, passen.
Wenn du z.B. findest, dass Sex einer festen Beziehung vorbehalten sein sollte, so wirst du dich nicht wohl fühlen, wenn du mit jemandem Sex hast, den du nicht kennst. Patrick berichtet: „In mir hatte sich eine dermassen grosse sexuelle Spannung aufgebaut, dass ich mir sagt: 'Also, gut.' Ich wusste, dass er nicht mein fester Freund sein wollte. Er wollte nur herummachen. Zu dem Zeitpunkt war es mir gleichgültig. Aber rückblickend weiss ich jetzt, dass es schädlich war, weil ich ihn eigentlich gar nicht wirklich mochte. Ich fühlte mich nicht zu ihm hingezogen. Ich habe es nur getan weil... ich weiss nicht, ich habe einfach nicht darüber nachgedacht. - Hinterher wurde mir klar, dass es genau das war, was ich NICHT tun wollte. Ich wollte wirklich Liebe. Ich wollte einen Freund, nicht bloss Sex." [S. 77 f.]
Falls du schon mal Sex erlebt hast, der dir nicht gefallen hat, weil ungeschützt verlief oder sonst irgendwie deinen Wünschen nicht entsprochen hat, so musst du ja nicht damit weitermachen. Du stehst nicht allein da. Mach das, was dir gut tut!

Sprich darüber

Es fällt den meisten Leuten schwer über ihr Sexualleben zu sprechen. Es ist keine Katastrophe, wenn es auch dir schwer fällt mit deinem Freund oder deiner Freundin darüber zu sprechen. Vielleicht hast du Mühe deine intimsten Gefühle in Worte zu fassen? - Dann kannst du auch mit Körpersprache reden: vor- oder zurückrücken, aufstehen usw. Du kannst z.B. auch mit deinem Freund Listen austauschen, worauf du aufschreibst, was dir am Herzen liegt. Mach dir keine Sorgen, wenn es mit der Verständigung nicht gerade im ersten Moment klappt, den meisten Menschen geht es so, das braucht auch seine Zeit...

Was hat das mit Liebe zu tun?

Sex ohne eine liebevolle Beziehung kann dir vielleicht kurzfristig das Gefühl geben begehrt zu sein aber dieses Gefühl hält nicht lange an. Viele die das tun, sind manchmal danach noch mehr enttäuscht als zuvor.
Yvette wünscht sich liebevolle Beziehungen, doch solange sie diese nicht hat, bleibt sie lieber allein, als sich mit jemandem auf eine oberflächliche Beziehung einzulassen. Sie berichtet: "Ich gehe nicht oft mit einer Frau aus. Quickies und dann danke und ciao, das mag ich nicht. Das hat mir nie gefallen und wird mir auch nie gefallen."
Wir alle haben das elementare Bedürfnis anderen Menschen wichtig zu sein, ihnen etwas zu bedeuten. Der Versuch dieses Bedürfnis mit Sex zu stillen schlägt fehl. Mit schnell wechselnden Sexpartnern schaffst du es nicht, die Liebe und Achtung, das Vertrauen und das Gefühl für jemanden liebenswert und wertvoll zu sein zu bekommen, das du eigentlich nötig hast.

Die Auswirkung von Homophobie auf unsere Sexualität

Was ist 'Homophobie'? Homophobie ist, wenn Menschen die sich zu ihrem Geschlecht hingezogen fühlen, von anderen dafür diskriminiert, ausgegrenzt, ausgestossen werden. Das Problem ist, dass viele Schwule und Lesben mit diesen Vorurteilen aufgewachsen sind und diese feindlichen Gefühle mit denen man in ihrem Umfeld den Schwulen und Lesben begegnet ist, völlig verinnerlicht haben. Sie fangen nun an ihre eigenen Homosexualität aus dem Weg zu gehen und Beziehungen zu dem anderen Geschlecht zu suchen. Das kann sehr unglückliche Folgen haben. Hyde sagt über ihre Gefühle: "Ich hätte alles darum gegeben, meine Gefühle loszuwerden. Aber sie waren da, und ich konnte sie nicht loswerden. Deshalb habe ich schon in so jungen Jahren mit Jungen geschlafen. Ich liess mich mit dreizehn beim Gruppensex mit Männern entjungfern. Denn damals glaubte ich, mein Verhalten würde meine Gefühle verändern. In der Mittelstufe schlief ich mit zehn bis fünfzehn verschiedenen Männern, nur um zu beweisen, dass ich nicht lesbisch bin.“
Weil oftmals eine gesellschaftliche Umgebung fehlt, die die homosexuellen Gefühle bei Jugendlichen zulassen würde, sind es leider sehr oft junge Schwule, Bisexuelle oder Lesben, die Erfahrungen machen müssen, die ihnen nicht gut tun.
Das fehlende Wissen über gleichgeschlechtliche Beziehungen macht es Jugendlichen oft schwer, eine gesunde, entspannte Einstellung zum Sex zu entwickeln. Quang berichtet: „Ich wusste nicht wie ich mit Sex in einer schwulen Beziehung umgehen sollte. Damit meine ich, wie soll ich mich einem potentiellen Partner nähern? Wie liess ich ihn wissen, dass er mich interessierte? Wie erklärte ich ihm, was ich in sexueller Hinsicht wollte? Ich konnte mir ewig lang einfach nicht vorstellen, wie ich vorgehen sollte, weil soviel Angst und Verwirrung im Spiel waren und mir das Wissen fehlte, weil ich ja nie etwas darüber gehört hatte."

Ausnutzung

Man redet immer davon schwule Männer würden junge Menschen verführen. Das ist aber ein ebenso dummes wie unwahres Vorurteil mit dem man den Homosexuellen begegnet. Ganz nebenbei möchte ich hier auch nur noch sagen, dass statistische gesehen, die meisten Sexualstraftäter heterosexuelle Männer sind! - Aber leider gibt es Menschen, die die Verletzlichkeit junger Menschen ausnutzen. Dies wird leider begünstigt, durch eine Gesellschaft, in welcher Jugendliche ihre homosexuellen Gefühle nicht mit Gleichaltrigen entdecken können.
Junge Menschen, die die Zuwendung eines Erwachsenen erhalten, fühlen sich natürlich geschmeichelt, weil sie so Zugang zu einem Lebensstil erhalten, den sie verlockend finden, weil sie auf Reisen gehen können oder weil sie das Gefühl haben, ihr/e Partner/in könne ihnen den Vater oder die Mutter ersetzen, den oder die sie nie gehabt haben. - ABER: solche Beziehungen bergen ernsthafte Gefahren: denn das Machtgefälle in solchen Beziehungen ist nicht ausgeglichen. Der Erwachsene verfügt immer über mehr Macht als ein Jugendlicher.
Solltest du in einer solchen Beziehung stecken, also mit einem bedeutend älteren Sexpartner zusammen sein, so überleg dir genau, was du von dieser Beziehung bekommst, was der/die andere von dieser Beziehung bekommt. Es ist verdammt schmerzhaft einfach benutzt und dann links liegen gelassen worden zu sein, tu dir das nicht an. Sei gut zu dir. Solltest du in einer Beziehung leben, in der du ausgebeutet wirst, so such dir Hilfe um auszusteigen.

Schütze dich vor Ausbeutung

Ich möchte dir abschliessend ein paar gute Tipps geben, wie du dich davor schützen kannst, sexuell ausgebeutet zu werden.

  1. Triff dich nicht allein mit jemandem, bevor du die Person nicht richtig kennen gelernt hast.
  2. Wenn du dich mit einer/ einem neuen Bekannten triffst, nimmst du einen Freund oder eine Freundin mit.
  3. Geh sehr vorsichtig mit Alkohol und Drogen um, so dass du immer ein klares Urteilsvermögen bewahren kannst.
  4. Lass dich nicht auf einen Treffpunkt ein, von dem du alleine nicht wieder fortkommst. Nimm immer genügend Geld mit für Bahn, Bus etc.
  5. Nimm in kauf, als uncool oder dumm zu erscheinen. Es geht um dich und nur um dich und DEIN Wohlbefinden.

DU BIST ES NICHT WERT AUSGEBEUTET ZU WERDEN.

Falls dir Ausbeutung schon einmal wiederfahren ist, so friss es nicht in dich hinein. Such dir sofort Hilfe, am besten JETZT GLEICH!  (àLink „Hilfe und Beratung“)
Denk dran.

  • DU BIST NICHT ALLEIN
    Es gibt Hilfsstellen (z.B. Sorgentelefon), die sich deiner annehmen
  • ES WAR NICHT DEINE SCHULD
    Mach dir um himmelswillen keine Selbstvorwürfe, wenn dir etwas zugestossen ist, denn es war nicht deine Schuld!
  • DU KANNST WIEDER HEIL WERDEN
    Suche dir Hilfe, eine Fachperson mit der du reden kannst (z.B. einen Psychologen) und rede über deine Probleme. Geh in eine Selbsthilfegruppe, dort findest du Menschen, die ähnliches durchgemacht haben wie du und du wirst sehen, dass sich dein Zustand verbessern lässt. Glaub an dich und an deine Kraft, die in dir steckt. DU BIST ES WERT GELIEBT UND GEACHTET ZU WERDEN.

!!! SAFER SEX – NICHT VERGESSEN, ohne wenn und aber: !!!

  • Bei eindringendem Verkehr immer Präservative verwenden
  • Kein Sperma in den Mund, kein Sperma schlucken
  • Kein (Mens-)Blut in den Mund, kein Blut schlucken

Diese Regeln nicht befolgen heisst, sich und andere in Lebensgefahr und unangenehme Situationen zu begeben.
Weitere Infos zum Thema „Safer Sex“ entnehme man bitte den entsprechenden Beratungsstellen.

Quellen:
"Wir lieben wen wir wollen", Ellen Bass und Kate Kaufmann, Orlanda Frauen Verlag
Jugendgruppe Expect, St. Gallen